Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft

 

Dabigatran nun auch in Deutschland zur Schlaganfallprävention bei Patienten mit Vorhofflimmern zugelassen

5. August 2011 - Gestern wurde der Wirkstoff Dabigatran nun auch in Deutschland zur Schlaganfallprävention bei Patienten mit Vorhofflimmern zugelassen. Das Mittel wird bereits seit drei Jahren zur Vorbeugung von Thrombosen nach Gelenkoperationen eingesetzt. Es hemmt die Blutgerinnung auf andere Weise als bislang in der Schlaganfallprävention zum Einsatz kommende Substanzen wie Warfarin oder Phenprocoumon. Diese sind für die Patienten mit einigen erhebliche Nachteilen bei der Anwendung verbunden: Sie erfordern regelmäßige Kontrollen der Blutgerinnung und eine ständige Dosisanpassung. Auch kommt es häufig zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneien und Nahrungsmitteln. In Deutschland hat deshalb nur jeder zweite Patient, der die Medikamente benötigt, diese auch tatsächlich erhalten. Die Anwendung von Dabigatran ist für die Betroffenen deutlich einfacher: Eine Anpassung der Dosis und Laborkontrollen sind nicht notwendig. Wirksamkeit und Sicherheit von Dabigatran wurden durch die internationale RE-LY-Studie belegt. Die medikamentöse Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern war bereits im Mai 2011 ein zentrales Thema einer Pressekonferenz der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft im Rahmen der European Stroke Conference.

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