Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft

 

Gemeinsame Presseinformation der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)
und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG)

Schirmchen im Herzen kann Schlaganfall nicht vorbeugen
Verschluss des Foramen ovale mit Katheter nicht wirksam

Berlin, 27. März 2012 – Jeder vierte Mensch besitzt ein Foramen ovale, eine Öffnung zwischen den beiden Herzvorhöfen. Dieses Blutventil ist ein Überbleibsel aus der Zeit als Fötus im Mutterleib. Bei Erwachsenen steht es im Verdacht, einen Schlaganfall zu begünstigen. Patienten, die bereits einen Hirninfarkt erlitten haben, bringt der Verschluss dieses ovalen Lochs mit Hilfe eines Herzkatheters allerdings keinen Schutz vor einem weiteren Schlaganfall, so das Ergebnis einer amerikanischen Studie. Deshalb raten die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) derzeit von dieser Behandlung ab.

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Gemeinsame Presseinformation der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)
und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG)

Schlaganfallsymptome früh behandeln vermeidet Behinderungen
Bessere Therapieergebnisse durch speziell geschultes Personal

Berlin, 7. Februar 2012 – Die Chance, einen Schlaganfall ohne anschließende Behinderungen zu überleben, ist deutlich höher, wenn an der Klinik bestimmte Behandlungsstandards gelten. Sie steigt, wenn Ärzte Begleitsymptome wie hoher Blutzucker, Fieber und Schluckstörungen bereits früh behandeln. Die konsequente Behandlung dieser drei Symptome ist neben der Thrombolyse von entscheidender Bedeutung für den anschließenden Grad der Behinderung, erklären die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) anlässlich einer neuen Studie aus Australien. Beide Fachgesellschaften halten eine spezielle Schulung des Personals für sinnvoll. In Deutschland bieten 205 zertifizierte Spezialeinheiten für Schlaganfall-Patienten in neurologischen Kliniken, so genannte Stroke Units, modernste Therapiemöglichkeiten.

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Nur 15 Minuten für ein längeres Leben

Berlin, 23. Dezember 2011. Ein beliebter Vorsatz zum Neuen Jahr ist es, mehr für die Gesundheit zu tun. Dabei hilft die neue Erkenntnis, dass bereits eine Viertelstunde Bewegung am Tag die Lebenserwartung um drei Jahre verlängern kann.

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Gemeinsame Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung (DGK), der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG), der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Herzstiftung (DHS)

Schlaganfallvorbeugung, Dabigatran und Todesfälle: Patienten sollten das Medikament nicht voreilig absetzen

Berlin, 23. November 2011 – Die aktuelle Diskussion um Todesfälle durch Blutungen oder eine erhöhte Herzinfarktrate im Zusammenhang mit dem neu zugelassenen Wirkstoff Dabigatran (Handelsname: Pradaxa) hat viele Patienten in Deutschland, die blutverdünnende Mittel zur Schlaganfallvorbeugung benötigen, verunsichert. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft, die Deutsche Gesellschaft für Neurologie und die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung sowie die Deutsche Herzstiftung e.V. raten den Patienten nach sorgfältiger Prüfung der vorliegenden Studiendaten, diese Behandlung fortzuführen und – falls erforderlich – eine Änderung des Medikaments nur in enger Absprache mit ihrem behandelnden Arzt vorzunehmen.

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Depressive Menschen sterben eher am Schlaganfall

28. November 2011 – Menschen mit Depressionen erleiden deutlich häufiger einen Schlaganfall als psychisch Gesunde. Einer kürzlich in der Fachzeitschrift JAMA veröffentlichten Studie zufolge, haben Depressive ein um 45 Prozent erhöhtes Risiko einen Hirnschlag zu erleiden. Die Wahrscheinlichkeit, an dieser Volkskrankheit sogar zu versterben, ist um 55 Prozent erhöht.[1] „Die Ergebnisse belegen, dass eine Depression ein wichtiger Risikofaktor für einen Schlaganfall ist“, schreiben die Autoren um Studienleiter An Pan von der Harvard Medical School of Public Health, Boston. „Gerade Menschen mit Depressionen müssen über die bekannten Risikofaktoren für einen Schlaganfall, wie hoher Blutdruck, schlechte Ernährung oder wenig Bewegung, aufgeklärt werden“, rät Prof. Martin Grond aus Siegen, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG).

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Gemeinsame Presseinformation der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG)

Gefäßbypass fürs Gehirn ohne Vorteil für Schlaganfallpatienten

6. Dezember 2011 – Schlaganfallpatienten profitieren nicht von einer Bypass-Operation an den Blutgefäßen, die das Gehirn versorgen. Zu diesem Schluss kommen amerikanische Neurologen in einer kürzlich in der Fachzeitschrift JAMA veröffentlichten Studie mit 200 Schlaganfallpatienten.[1] Die alleinige medikamentöse Therapie schützt demnach innerhalb von zwei Jahren genauso gut vor einem erneuten Hirninfarkt wie der chirurgische Eingriff kombiniert mit einer optimierten konservativen Therapie. „Ein Grund hierfür ist sicherlich, dass sich die medikamentöse Therapie von Patienten mit Schlaganfall in den letzten Jahren wesentlich weiterentwickelt hat“, erklärt Prof. Dr. Joachim Röther, Präsident der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft. Prof. Dr. Hans-Christoph Diener, Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Neurologie: „Dies ist bereits die zweite randomisierte Studie, die keine Überlegenheit der Bypass-Operation gegenüber einer aggressiven konservativen Therapie gezeigt hat. Sie belegt erneut, wie wirksam eine konsequent durchgeführte medikamentöse Schlaganfallprävention ist.“

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Forscher können Zeitpunkt von Schlaganfällen bestimmen,
die im Schlaf auftreten
Neue Methode ermöglicht auch Patienten eine Therapie, die bislang davon ausgeschlossen waren

Berlin/Hamburg, Oktober 2011 – Mithilfe einer neuen Methode können Forscher den genauen Zeitpunkt eines Schlaganfalls bestimmen. Darauf weist die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) anlässlich einer aktuellen Studie hin, die Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf in der renommierten Fachzeitschrift „The Lancet Neurology“ veröffentlicht haben. Das Verfahren kann jetzt vielen Patienten zugute kommen, bei denen eine zeitliche Einordnung des Schlaganfalls bisher nicht möglich war, zum Beispiel weil dieser im Schlaf auftrat. Die neuen Ergebnisse machen es erstmals möglich, dass auch diese Patienten eine wirksame Akutbehandlung zur Auflösung von Blutgerinnseln erhalten, die sogenannte Thrombolyse. Bislang waren sie hiervon ausgeschlossen.

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Cholesterinsenker kann zum Risiko für Hirnblutungen werden

Berlin, Juni 2011 – Statine – Medikamente, die den Cholesterinwert im Blut senken – schützen erwiesenermaßen vor Herzinfarkt und Schlaganfall. Bei Patienten, die bereits eine Hirnblutung erlitten haben, können sie jedoch das Risiko für weitere Hirnblutungen erhöhen. Darauf weist die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) anlässlich einer aktuellen Publikation hin.

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Schlaganfälle schon im Rettungswagen behandeln? – Experten diskutieren Möglichkeiten und Grenzen

Hamburg/Berlin, Mai 2011 – Jährlich ereignen sich in Deutschland über 250 000 Schlaganfälle. Nur durch eine umgehende Behandlung lassen sich Folgeschäden wie bleibende Behinderungen vermeiden. Die Thrombolyse, kurz Lyse, ist die einzige zugelassene medikamentöse Therapie nach einem akuten Schlaganfall. Sie darf aber nur in den allerersten Stunden nach Auftreten der Symptome zum Einsatz kommen. Doch viele Betroffene erreichen die Klinik zu spät, um mit einer Thrombolyse behandelt werden zu können. Ob und wann es sinnvoll ist, die Lyse bereits in speziell ausgerüsteten Rettungswagen durchzuführen, untersuchen Ärzte und Wissenschaftler derzeit im Rahmen zweier Forschungsprojekte. Das Thema ist ein Schwerpunkt einer Pressekonferenz der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) am 24. Mai 2011 in Hamburg. Diese findet im Vorfeld der European Stroke Conference (ESC) statt.

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Schlaganfallrisiko Vorhofflimmern: Neue Medikamente beugen wirksamer vor
Leichtere Anwendung und geringeres Blutungsrisiko

Berlin, Mai 2011 – Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung. In Deutschland leiden etwa eine Million Menschen daran. Betroffene haben ein um das Fünffache erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Um diesem vorzubeugen, erhalten sie Medikamente, die die Blutgerinnung hemmen. Die bislang zum Einsatz kommenden Substanzen weisen jedoch einige Nachteile auf: Sie erfordern regelmäßige Kontrollen der Blutgerinnung und eine ständige Dosisanpassung. Auch kommt es häufig zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneien und Nahrungsmitteln. Eine neue Gruppe von Medikamenten kann die Schlaganfallprävention nun deutlich verbessern. Nach der Zulassung des ersten Wirkstoffs Dabigatran liegen für weitere Substanzen vielversprechende Studiendaten vor. Einen Überblick über Wirkungsweise und Vorteile der neuen Medikamente geben Experten der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) auf einer Pressekonferenz am 24. Mai 2011 in Hamburg.

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Eigenmächtiges Absetzen von ASS erhöht Schlaganfallrisiko

Berlin, April 2011 – Aspirin, genauer gesagt der Wirkstoff Acetylsalicylsäure oder ASS, gehört zu den am häufigsten eingesetzten Medikamenten. Ärzte verordnen es regelmäßig nach einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall oder anderen Kreislauferkrankungen, die Folge einer Gefäßverkalkung sind. Setzen die Patienten das Medikament eigenmächtig ab, erhöht sich ihr Schlaganfallrisiko erheblich. Darauf weist die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft anlässlich einer aktuellen britischen Studie hin, die kürzlich im Fachmagazin Neurology erschienen ist.

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Zertifizierung von Tele-Stroke-Units:
Telemedizin verbessert Schlaganfallversorgung in ländlichen Gebieten

Berlin/Gütersloh, März 2011 - In Deutschland verfügen etwa 180 Kliniken über eine zertifizierte Schlaganfall-Spezialabteilung, eine sogenannte Stroke Unit. Doch in ländlichen Regionen ist der Weg zur nächsten Stroke Unit häufig immer noch sehr weit. Eine telemedizinische Anbindung regionaler Krankenhäuser an überregionale Stroke Units kann hier Abhilfe schaffen. Sie verbessert die Versorgung von Schlaganfallpatienten auf dem Land sowie deren Heilungsaussichten. Um die Qualität dieser telemedizinisch vernetzten Einrichtungen sicherzustellen, zertifizieren die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe seit Januar 2011 auch sogenannte Tele-Stroke-Units.

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Frühe Physiotherapie nach Schlaganfall:
Schon in den ersten 24 Stunden erstmals das Bett verlassen

Berlin, Februar 2011 – Strenge Bettruhe kann nach einem Schlaganfall mehr schaden als nutzen. Muskeln werden abgebaut, der Kreislauf geschwächt. Je früher Ärzte und Pfleger mit der Mobilisierung der Patienten beginnen, desto eher erlangen diese auch ihre Gehfähigkeit zurück. Darauf weist die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) anlässlich einer australischen Studie hin, die kürzlich in der Fachzeitschrift „Stroke" erschienen ist. Diese konnte den Erfolg der frühen Mobilisierung erstmals wissenschaftlich belegen. Demnach sollen Betroffene bereits in den ersten 24 Stunden nach dem Schlaganfall das Bett erstmals verlassen und sei es nur für einen kurzen Moment.

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Schlaganfall durch Schmerzmittel:
Experten betonen geringes Risiko für die meisten Menschen

Berlin, Februar 2011 – Die Einnahme von Schmerzmitteln ist für die meisten Menschen nicht mit der Gefahr eines Schlaganfalls verbunden. Dies stellt die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) anlässlich einer Studie klar, die kürzlich im „British Medical Journal" erschienen war und für viel Aufsehen gesorgt hatte. Vorsicht ist allerdings bei Patienten geboten, die bereits aufgrund von Gefäßkrankheiten schlaganfallgefährdet sind und Schmerzmittel über längere Zeit regelmäßig einnehmen.

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Schlaganfall: Lysetherapie auch im hohen Alter möglich

Berlin, Dezember 2010 – Eine Thrombolyse kann auch bei Schlaganfallpatienten im Alter von über 80 Jahren sinnvoll sein. Darauf weist die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) anlässlich einer aktuellen Auswertung des internationalen Patientenregisters SITS-ISTR („Safe Implementation of Treatment in Stroke – International Stroke Thrombolysis Register") hin. Bei der Thrombolyse wird das Blutgerinnsel im Gehirn, das den Schlaganfall verursacht hat, medikamentös aufgelöst. Die Ergebnisse der Datenanalyse sind kürzlich in der Fachzeitschrift „Stroke" erschienen.

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Zwei Drittel der Schlaganfallpatienten werden auf zertifizierten
Stroke Units behandelt

Berlin, Oktober 2010 – Der Aufbau der Stroke Units in Deutschland ist eine Erfolgsgeschichte. Mittlerweile verfügen hierzulande etwa 180 Kliniken über eine solche zertifizierte Schlaganfall-Spezialabteilung. Zwei Drittel aller Patienten mit einem akuten Schlaganfall werden dort behandelt. Für eine flächendeckende Versorgung seien jedoch weitere Stroke-Unit-Betten nötig, erklärt die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) im Vorfeld des Weltschlaganfalltages am 29. Oktober 2010.

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Schlaganfall: Immer ein Fall für 112
Bleibende Behinderungen durch richtiges Handeln vermeiden

Berlin, Oktober 2010 – Mehr als 70 Prozent der Schlaganfallpatienten erreichen die Klinik zu spät, um mit einer Thrombolyse behandelt zu werden. Hierbei lösen Ärzte das Blutgerinnsel im Gehirn, das den Schlaganfall verursacht hat, medikamentös auf. Die Therapie darf jedoch nur in den allerersten Stunden nach Auftreten der Schlaganfallsymptome zum Einsatz kommen. Wichtig ist daher, Warnsignale zu erkennen und umgehend den Rettungsdienst mit der Nummer 112 zu rufen. Doch dies bleibt oft aus. Denn noch immer wissen viele Menschen zu wenig über Symptome und die richtige Handlungsweise bei einem Schlaganfall. Welche Warnsignale auf einen Schlaganfall hinweisen und wie Betroffene und Angehörige reagieren sollten, ist ein Thema auf einer Presskonferenz der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe (SDSH) im Vorfeld des Weltschlaganfalltages
am 29. Oktober 2010.

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Schlaganfall: Strukturierte Versorgung verbessert Überlebenschancen
Auch Patienten mit „kleinen" Schlaganfällen in Stroke Units behandeln

Berlin, Oktober 2010 – Eine klar strukturierte Versorgung von Schlaganfallpatienten verbessert deren Überlebenschancen deutlich. Selbst Patienten mit kleineren Schlaganfällen profitieren davon. Darauf weist die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) anlässlich einer aktuellen Studie hin, die kürzlich in der Fachzeitschrift „Neurology" erschienen ist. Der Untersuchung liegt eine Auswertung des kanadischen Schlaganfallregisters zugrunde.

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Schlaganfall: Mehr Patienten erhalten Lysetherapie
Trotz größerem Zeitfenster keine Verzögerung bei der Behandlung

Berlin, September 2010 – Die Zahl der Schlaganfallpatienten, die eine sogenannte Lysetherapie erhalten, ist in den letzten Jahren gestiegen. Grund hierfür ist eine Verlängerung des Zeitfensters für die Therapie von drei auf viereinhalb Stunden nach dem Auftreten der Schlaganfallsymptome. Bei der Lyse wird das Blutgerinnsel im Gehirn, das den Schlaganfall verursacht hat, medikamentös aufgelöst. Befürchtungen, dass das größere Zeitfenster die Behandlung verlangsamt, haben sich nicht bestätigt. Darauf weist die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) anlässlich der jüngsten Auswertung des Patientenregister SITS („Safe Implementation of Treatment in Stroke") hin. Die Ergebnisse sind kürzlich in der Fachzeitschrift „Lancet Neurology" erschienen.

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Lähmung nach Schlaganfall:
Physiotherapie auch Jahre später noch wirksam

Berlin, Juni 2010 – Lähmungen nach einem Schlaganfall können sich noch Jahre später zurückbilden. Darauf weisen die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) anlässlich einer aktuellen Studie hin. Diese hatte gezeigt, dass Patienten mit Hilfe einer intensiven Physiotherapie verloren gegangene Fähigkeiten wieder neu erlernen können, selbst wenn der Schlaganfall bereits Jahre zurückliegt. Die Untersuchung belegt außerdem erstmals, dass auch Trainingsroboter wirksam helfen.

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Ausgiebige Spaziergänge schützen Frauen vor Schlaganfall

Berlin, Juni 2010 – Es muss nicht unbedingt Radfahren, Schwimmen oder das Fitnessstudio sein: Auch ein mehrstündiger Spaziergang hilft Frauen ab 45 Jahren, einen Schlaganfall zu vermeiden. Darauf weist die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) anlässlich einer aktuellen US-amerikanischen Studie hin, die in der Fachzeitschrift „Stroke" erschienen ist.

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Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft

Schlaganfall: Bald einfachere Vorbeugung für bis zu 300.000 Patienten mit Vorhofflimmern in Deutschland

(2. September 2009) Größte Medikamentenstudie zum Vorhofflimmern veröffentlicht. Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft und Deutsche Gesellschaft für Neurologie begrüßen die Aussicht auf eine einfachere und sicherere Schlaganfall-Prophylaxe.

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Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft warnt:
Kompressionsstrümpfe schützen nicht vor Thrombosen nach Schlaganfall

Berlin, Juni 2009 – Die in Krankenhäusern übliche Praxis, bettlägerige Patienten durch Kompressionsstümpfe vor Thrombosen und lebensgefährlichen Lungenembolien zu schützen, erfüllt bei Schlaganfallpatienten ihren Zweck nicht. Zu diesem Ergebnis kam jetzt eine größere Studie. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) fordert deshalb eine Umsetzung dieser Erkenntnisse in den klinischen Alltag.

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Studie zeigt: Bestmögliche Schlaganfall-Therapie auch nachts
und am Wochenende gewährleistet

Berlin, August 2009 – Patienten mit Schlaganfall erreichen die Klinik in der Regel zu spät. Vor allem wenn die Symptome am Sonntag einsetzen und relativ gering ausgeprägt sind, zögern die Angehörigen oftmals zu lange. Ohne Grund, wie eine aktuelle Auswertung des hessischen Schlaganfallregisters zeigt: Die Patienten erhielten auch am Wochenende und in den Nachtstunden eine qualitativ hochwertige Behandlung. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) fordert deshalb: Jeder Patient mit Verdacht auf einen Schlaganfall muss sofort in eine Klinik mit Stroke Unit und das unabhängig von Uhrzeit oder Wochentag.

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Klinikbehandlung beim Schlaganfall: kürzerer Aufenthalt, bessere Ergebnisse

Berlin, März 2010 – Schlaganfall-Patienten können heute nicht nur früher die Klinik verlassen als noch vor einigen Jahren. Auch der Gesundheitszustand der Patienten bei der Entlassung oder Verlegung in eine Rehabilitationsklinik hat sich verbessert. Darauf weist die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft anlässlich einer aktuellen Studie hin.

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Nicht mehr als fünf Gramm am Tag: Zu salziges Essen erhöht das Schlaganfallrisiko

Berlin, Januar 2010 – Zu viel Salz im Essen erhöht die Wahrscheinlichkeit, einen Schlaganfall zu erleiden. Denn mit dem Salzkonsum steigt auch der Blutdruck an. Bei einem Verzehr von täglich zehn statt der empfohlenen fünf Gramm Salz, erhöht sich das Schlaganfallrisiko langfristig um fast ein Viertel.

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Migräne mit Aura erhöht das Schlaganfallrisiko

Berlin, Dezember 2009 – Menschen, die an einer Migräne mit Aura leiden, haben ein erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Eine Aura bezeichnet neurologische Symptome wie Seh- oder Empfindungsstörungen, die der Kopfschmerzattacke vorausgehen. Von dem erhöhten Schlaganfallrisiko sind vor allem Frauen betroffen, die unter 45 Jahre alt sind, rauchen und orale Kontrazeptiva (die „Pille") einnehmen. Darauf weist die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft anlässlich einer aktuellen Studie hin.

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