Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft


 

Gemeinsame Pressemitteilung der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)

20. Dezember 2013 – Die Schlaganfallursache Vorhofflimmern kann bei Patienten mit einem besonders hohen Wiederholungsrisiko durch eine verlängerte Überwachung mit dem EKG identifiziert werden. Damit können noch mehr Risikopatienten vor einem erneuten Schlaganfall geschützt werden, so das Ergebnis einer Studie mit mehr als tausend Patienten, über die Experten der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) in der Fachzeitschrift Stroke berichten. „Die in Deutschland sehr gut ausgebaute Infrastruktur der Schlaganfallspezialstationen hat eine wohl durchdachte, gründliche Studie ermöglicht. Sie gibt praxisrelevante Antworten auf die Frage, wie wir die Versorgung unserer Patienten verbessern können", kommentiert Professor Hans-Christoph Diener, Direktor der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Essen.

Gemeinsame Pressemitteilung der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)

21. November 2013 – Die neuen oralen Antikoagulanzien Apixaban, Dabigatran und Rivaroxaban (NOAC, novel oral anticoagulants) reduzieren bei Patienten mit Vorhofflimmern das Risiko einer intrakraniellen Blutung. Hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Sicherheit zeigen sich dabei keine Unterschiede. Zu diesem Ergebnis kommt eine jetzt in JAMA Neurology erschienene Studie. „Unter NOACs zeigt sich eine bis zu 70-prozentige relative Risikoreduktion bei intrakraniellen Blutungen", erklärt Prof. Dr. Joachim Röther, Sprecher der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und Chefarzt für Neurologie an der Asklepios Klinik Altona. „Dass die neuen oralen Antikoagulanzien das Risiko für intrakranielle Blutungen deutlich senken, hatten bereits mehrere Studien nachgewiesen", kommentiert Prof. Dr. Hans-Christoph Diener, Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und Leiter der Klinik für Neurologie am Uniklinikum Essen. Unklar war bislang allerdings, ob der Nutzen bei allen drei derzeit verfügbaren NOACs gleich gut ist. „Die US-amerikanische Studie von Dr. Chatterjee und seinem Team belegt jetzt überzeugend, dass zwischen Apixaban, Dabigatran und Rivaroxaban hinsichtlich der Reduktion intrakranieller Blutungen keinerlei Unterschiede bestehen", erklärt Diener.

Berlin, Oktober 2013 – Nach einem Schlaganfall leidet jeder dritte Patient an einer Depression. Eine frühzeitige Behandlung kann sie abschwächen oder sogar verhindern. Die Medikamente stabilisieren dabei nicht nur die Psyche, sie können auch einen wichtigen Beitrag zur Rehabilitation leisten. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) empfiehlt daher, alle Schlaganfall-Patienten frühzeitig auf das Vorliegen depressiver Symptome zu untersuchen. Wie Menschen bei und nach einem Schlaganfall optimal behandelt werden, diskutieren Experten auf der Pressekonferenz der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft am 24. Oktober 2013 anlässlich des Weltschlaganfalltages in Berlin.

Zum 8. Mal fand am 29. Oktober 2013 der Weltschlaganfalltag statt. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) veranstaltete deshalb am 24. Oktober eine Pressekonferenz in Berlin. Auf der Pressekonferenz berichteten Experten der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft über neue Ansätze einer früh einsetzenden Diagnose und Therapie bereits auf dem Weg ins Krankenhaus, neue Behandlungskonzepte insgesamt und den Umgang mit Depressionen infolge eines Schlaganfalls.

Berlin, Oktober 2013 – Der Schlaganfall ist immer ein Notfall. Bei den etwa 260 000 Betroffenen in Deutschland zählt jede Minute. Ausschlaggebend für ein gutes Behandlungsergebnis ist die Zeit zwischen dem Notruf und dem Behandlungsbeginn. Ein speziell mit CT-Scanner und Labor ausgestatteter Rettungswagen, das Stroke-Einsatz-Mobil (STEMO), besetzt mit einem Spezial-Team, sorgt für eine signifikante zeitliche Verbesserung und damit effizientere Versorgung des Patienten. Die Ergebnisse einer Studie mit dem STEMO in Berlin präsentieren Experten auf der Pressekonferenz der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) am 24. Oktober 2013 anlässlich des Weltschlaganfalltages in Berlin.

Gemeinsame Pressemitteilung der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG), der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC), der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR) und der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG)

Berlin, Oktober 2013 – Die Behandlungsmöglichkeiten von Patienten mit Hirngefäß-Erkrankungen, wie beispielsweise Schlaganfall oder Hirnblutung, haben sich in den letzten Jahren sehr verbessert. Mit dazu beigetragen haben zertifizierte Stroke Units, die sehr hohe Qualitätsstandards in der Behandlung nachweisen müssen und damit eine gute Versorgung der Patienten garantieren. Doch für einige neue Therapien sind nicht alle Stroke Units personell und apparativ ausreichend ausgestattet. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG), die Deutsche Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR), die Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC) und die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG) haben deshalb gemeinsam ein neues Konzept entwickelt: Das Neurovaskuläre Netzwerk. 16 Netzwerke befinden sich derzeit in der Pilotphase.

Gemeinsame Presseinformation der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)

Berlin, August 2013 – Ein gesunder Lebensstil mit einem normalen Blutdruck, guten Blutzuckerwerten und Nichtrauchen kann einen Schlaganfall verhindern. Wer diese drei der insgesamt sieben Lebensregeln, die die Amerikanische Herzgesellschaft zum Schutz vor einem Herzinfarkt aufgestellt hat, beachtet, senkt damit einer aktuellen Studie zufolge auch das Schlaganfall-Risiko. Vor allem gute Blutdruckwerte können das Risiko um 60 Prozent senken, erklären die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN).

Gemeinsame Presseinformation der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)

Berlin, August 2013 – Erstmals hat eine große Studie gezeigt, dass Patienten unmittelbar nach einer transitorischen ischämischen Attacke (TIA) oder einem kleinen Schlaganfall (Minor Stroke) durch eine Kombinationsbehandlung mit den beiden Plättchenhemmern Clopidogrel und Acetylsalicylsäure (ASS) besser vor einem Schlaganfall geschützt sind als mit ASS alleine. „Bis zu 20 Prozent unserer Patienten erleiden ein solches zweites und schweres Ereignis binnen drei Monaten", erläutert Professor Joachim Röther, zweiter Vorsitzender der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG). „Die Studie der Kollegen ist gründlich und wichtig, und wir können viel daraus lernen", so Röther, Chefarzt der Neurologischen Abteilung, Asklepios Klinik Altona. „Zugleich müssen wir jedoch beachten, dass die neuen Erkenntnisse ausschließlich an chinesischen Patienten gewonnen wurden, sodass sie nicht ohne Weiteres auf die hiesige Situation übertragen werden können." So fordert Professor Hans-Christoph Diener von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) weiterhin große Studien zur Sekundärprävention des Schlaganfalls mit Thrombozytenfunktionshemmern ebenso wie mit neuen Antikoagulantien: „Am liebsten wären uns solche Studien in Westeuropa, denn dann haben wir die größtmögliche Sicherheit, dass die Ergebnisse auch auf unsere Patienten zu übertragen sind." Bis dahin gelten die bestehenden Richtlinien.