Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft


 

Gemeinsame Presseinformation der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)

Berlin, August 2013 – Ein gesunder Lebensstil mit einem normalen Blutdruck, guten Blutzuckerwerten und Nichtrauchen kann einen Schlaganfall verhindern. Wer diese drei der insgesamt sieben Lebensregeln, die die Amerikanische Herzgesellschaft zum Schutz vor einem Herzinfarkt aufgestellt hat, beachtet, senkt damit einer aktuellen Studie zufolge auch das Schlaganfall-Risiko. Vor allem gute Blutdruckwerte können das Risiko um 60 Prozent senken, erklären die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN).

Für einen optimalen Schutz vor Herzkreislauferkrankungen dürfen Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker nicht erhöht sein. Außerdem sollte man körperlich aktiv sein, Übergewicht vermeiden, sich gesund ernähren und nicht rauchen. „Diese sieben Lebensregeln, die die Amerikanische Herzgesellschaft unter dem Motto Life's Simple 7 zusammengestellt hat, sind wissenschaftlich gut belegt", sagt DSG-Pressesprecher Professor Dr. med. Joachim Röther von der Asklepios Klinik in Hamburg-Altona: „Wer von diesen Regeln mindestens drei einhält, kann neben dem Herzinfarkt auch sein Schlaganfallrisiko deutlich senken."

Das ist das Ergebnis einer in der Fachzeitschrift Stroke veröffentlichten Studie. Mehr als 22.000 Amerikaner im Alter über 45 Jahre wurden über fast fünf Jahre begleitet. Die Teilnehmer füllten zu Beginn der Studie Fragebögen zu ihren Lebensgewohnheiten aus. So konnten die Forscher den Einfluss jeder einzelnen Lebensregel auf die Schlaganfallhäufigkeit untersuchen. „Die Teilnehmer mit einem optimalen Lebensstil erlitten nur halb so häufig einen Schlaganfall wie Teilnehmer, die gegen viele Regeln verstießen", berichtet Professor Röther.

Die Studie dokumentiert erstmals, dass auch die Einhaltung einzelner Lebensregeln das Schlaganfallrisiko günstig beeinflusst. Die größte Wirkung hat der Blutdruck. Optimale Werte senkten das Schlaganfallrisiko um 60 Prozent. „Der Bluthochdruck kann heute mit Medikamenten ohne Einschränkung der Lebensqualität wirksam behandelt werden", sagt Professor Hans-Christoph Diener, Pressesprecher der DGN und Direktor der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Essen: „Alle betroffenen Erwachsenen sollten diese Möglichkeit nutzen." Einen deutlichen Einfluss hatte auch der Verzicht auf das Rauchen. „Studienteilnehmer, die seit mindestens einem Jahr nicht mehr geraucht hatten, erlitten um 40 Prozent seltener einen Schlaganfall", berichtet Professor Diener. Gleich groß war der Einfluss des Blutzuckers. „Ein Diabetes gehört zu den wichtigsten Risikofaktoren für den Schlaganfall", stellt Professor Diener fest.

Bei den anderen Lebensstilfaktoren war die Schutzwirkung vor einem Schlaganfall geringer und statistisch nicht sicher nachweisbar. Niedriges Cholesterin, körperliche Bewegung, gesunde Ernährung und Normalgewicht schützen jedoch definitiv vor einem Herzinfarkt und sind deshalb wichtige Gesundheitsziele.

 

Literatur

Kulshreshtha A, et al: Life's Simple 7 and Risk of Incident Stroke: The Reasons for Geographic and Racial Differences in Stroke Study. Stroke. 2013;44:1909-1914. 
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23743971

 

Fachlicher Kontakt bei Rückfragen:

 

Prof. Dr. med. Joachim Röther
2. Vorsitzender und Pressesprecher der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG)
Chefarzt der Neurologischen Abteilung
Asklepios Klinik Altona, Paul-Ehrlich Straße 1, 22763 Hamburg
Tel.: 040 1818 81-1401, Fax: 040 181881-4906
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener
Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)
Direktor der Klinik für Neurologie
Universitätsklinikum Essen, Hufelandstraße 55, 45122 Essen
Tel.: 0201 723-2460, Fax: 0201 723-5901
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Pressestelle der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG)
Tel.: 0711 8931-380
Fax: 0711 8931-167
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)
Tel.: 089 461486-22
Fax: 089 461486-25
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