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Zum Tod von Prof. Dr. med. Wolfgang Müllges

Am 7. Februar dieses Jahres verstarb im Alter von 62 Jahren völlig unerwartet Prof. Dr. Wolfgang Müllges. Der Verlust des empathischen Neurologen hinterlässt für die deutsche Neurologie insbesondere auch für die DSG eine schmerzliche Lücke.

Mit dem plötzlichen Tod von Wolfgang Müllges verlieren wir nicht nur einen gleichermaßen kompetenten wie engagierten Mediziner, sondern auch einen höchst beliebten und geschätzten Kollegen.

Wolfgang Müllges (Jahrgang 1958) schloss das Medizinstudium an der RWTH Aachen 1985 mit Staatsexamen und Promotion ab. Nach der Facharztausbildung in Gangelt und an der RWTH Aachen und Anerkennung als Facharzt für Neurologie und Psychiatrie übernahm er 1991 die Position als Oberarzt und Leiter der Intensivstation an der Neurologischen Universitätsklinik Würzburg. Als Facharzt für Nervenheilkunde war er sowohl in Neurologie als auch in Psychiatrie und Psychotherapie ausgebildet. Ausgehend von dieser Grundlage hat Wolfgang Müllges in den vergangenen 30 Jahren schließlich als geschäftsführender Oberarzt die Neurologie am Würzburger Universitätsklinikum maßgeblich mitgestaltet. So profitierten die Patientinnen und Patienten vor allem von seiner Expertise für zerebrovaskuläre Erkrankungen, Dopplersonographie und Klinische Neuropsychologie. Sein besonderes Herzblut galt insbesondere der Notfall- und Intensivmedizin. Letzteres wird unter anderem unterstrichen durch seinen langjährigen Einsatz in der Deutschen Gesellschaft für Neurointensiv- und Notfallmedizin (DGNI) als Mitglied, Schatzmeister und Präsident.

Viele, die mit ihm zu tun hatten, bescheinigen Wolfgang Müllges ein intellektuelles Wesen und einen messerscharfen Verstand. Sein breites Wissen und seine Lebenserfahrung gab er bereitwillig weiter. Als charismatischer Ausbilder und Mentor hat er Generationen von jungen Neurologinnen und Neurologen geprägt. Sein Wirken hat entscheidende Impulse für die neurologische Intensivmedizin in Deutschland gesetzt.

Wir werden ihn sehr vermissen! Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Ruth und seiner Tochter Lara.