Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft


 

Berlin, 8. Oktober 2019 – In Deutschland erleiden jedes Jahr mehr als 260 000 Menschen einen Schlaganfall. Für die Therapie mittels Thrombolyse, die die Durchblutung im Gehirn wiederherstellt, gilt bislang ein Zeitfenster von 4,5 Stunden nach Einsetzen der ersten Schlaganfallsymptome. Mehrere Studien haben nun gezeigt, dass unter bestimmten Umständen für die Lyse mehr Zeit zur Verfügung steht als bisher angenommen. Dafür setzen Mediziner eine erweiterte Bildgebung ein. Wie das Verfahren funktioniert und welche Erkenntnisse aktuelle Studien dazu geben, diskutieren Experten der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) auf der heutigen Pressekonferenz zum Weltschlaganfalltag in Berlin. Dann kommt auch zur Sprache, welche neue Therapieoption sich zukünftig ebenfalls jenseits der 4,5 Stunden einsetzen lassen könnte.

Berlin, 8. Oktober 2019 – Ein Schlaganfall kann nicht nur Erwachsene treffen – jährlich kommt es auch bei zwei bis acht von 100 000 Kindern pro Jahr zum plötzlichen und hochgefährlichen Verschluss einer Gehirnarterie. Gerade in dieser sensiblen Altersgruppe vergeht jedoch oft wertvolle Zeit, bis ein Schlaganfall richtig diagnostiziert und behandelt wird. Welche Gründe das hat und wie sich die Versorgung kindlicher Schlaganfall-Patienten verbessern lässt, ist ein Thema auf der heutigen Pressekonferenz der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) anlässlich des Weltschlaganfalltags am 29. Oktober.

Berlin, 8. Oktober 2019 – Schlaganfälle sind die zweithäufigste Todesursache weltweit und eine der häufigsten Ursachen für Behinderungen im Erwachsenenalter. Aufgrund der immer besseren Versorgung sinkt die Sterblichkeit von Schlaganfallpatienten in Deutschland zwar, und auch das Pro-Kopf-Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, nimmt ab. Dennoch rechnen Experten angesichts der immer älter werdenden Bevölkerung mit steigenden absoluten Erkrankungszahlen. Anlässlich des Weltschlaganfalltags am 29. Oktober erinnert die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) daran, dass es meist medizinische Laien sind, die Zeugen eines Schlaganfalls werden. Wie diese rasch den Ernst der Lage erkennen können und welche Symptome dabei den Weg weisen, ist ein Thema auf der heutigen Pressekonferenz zum Weltschlaganfalltag in Berlin.

Neue Behandlungsmöglichkeiten in der Spätphase nach einem Schlaganfall stehen im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens

Berlin, Juli 2019 – Alle zwei Minuten erleidet ein Mensch in Deutschland einen Schlaganfall. Die Folgen sind oft gravierend: Schlaganfälle sind die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für Langzeitbehinderungen im Erwachsenenalter. Nach der Akutphase sind die Behandlungsmöglichkeiten bislang begrenzt, so die Deutsche Schlaganfall-gesellschaft (DSG). Umso mehr begrüßt die Fachgesellschaft den Entschluss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), nun erstmals ein Verbundprojekt zum Schlaganfall zu fördern: Das an den Universitäten Duisburg/Essen, München, Hamburg und Münster angesiedelte Forschungsvorhaben „ImmunoStroke“ wird in den nächsten drei Jahren insgesamt 4,5 Millionen Euro erhalten, um die Rolle des Immunsystems in der Spätphase nach einem Schlaganfall zu untersuchen.

Berlin, 16. Mai 2019 - Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht, Rauchen – die Ursachen für ischämische Schlaganfälle, die oft bei älteren Patienten mit Arterienverkalkung auftreten, sind meistens bekannt. Bei kryptogenen Schlaganfällen, die oft jüngere Menschen betreffen, ist die Ursache unbekannt. Expertenvermutungen zufolge verbergen sich dahinter häufig Embolien unbekannten Ursprungs. Da sie sich wiederholen können, bedürfen sie einer medikamentösen Rückfall-Prophylaxe. Welches Medikament dafür optimal geeignet ist, sollte eine internationale Studie klären. Sie ist gestern erschienen. Experten der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) äußern sich dazu.

Tag gegen den Schlaganfall

Berlin, Mai 2019 – Jährlich erleiden rund 260.000 Menschen hierzulande einen Schlaganfall. Aufgrund der qualitativ hochwertigen Versorgung in Deutschland haben sie aber gute Chancen, keine oder nur geringe dauerhafte Schäden davonzutragen. Anlässlich des Tages gegen den Schlaganfall am Freitag, den 10. Mai 2019, bekräftigt die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG), wie wichtig für schwer betroffene Patienten eine zeitnahe Versorgung in exzellenten Spezialkliniken – den sogenannten Stroke Units – ist. Die Experten warnen jedoch davor, dass dieser hohe Qualitätsstandard nun durch mögliche Veränderungen in der Vergütung gefährdet ist und Patienten sich eventuell wieder auf Versorgungslücken einstellen müssen.

Berlin, April 2019 – Bei Schlaganfall-Patienten zählt jede Minute – je früher die Betroffenen die richtige medizinische Betreuung bekommen, desto größer sind ihre Chancen, Schäden im Gehirn zu vermeiden. Eine ideale Versorgung bieten spezialisierte Schlaganfall-Stationen – sogenannte Stroke Units – mit hochqualifizierten Fachärzten. Aber anders als in den urbanen Zentren, die in der Regel gut mit diesen Einrichtungen ausgestattet sind, mangelt es in ländlichen Regionen oft daran. Wie die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) erklärt, bietet die Telemedizin hier wertvolle Chancen: Über Videokonferenzen unterstützen Experten aus städtischen Gebieten die Kollegen im ländlichen Raum – etwa in Bayern und Rheinland-Pfalz – rund um die Uhr mit ihrem Expertenwissen. Die Telemedizin ermöglicht so eine zeitnahe Diagnose und Therapie und damit die wohnortnahe Versorgung von Schlaganfallpatienten. Sie sollte nach Ansicht der Experten jedoch nur eine Übergangslösung darstellen bis ausreichender neurologischer Sachverstand jederzeit vor Ort verfügbar ist.

Berlin, Februar 2019 – Blutgerinnungshemmende Therapien sind heute bei der Behandlung und zur Prophylaxe von Thrombosen, Lungenembolien und Schlaganfällen nicht mehr wegzudenken. Sogenannte neue, direkte orale Antikoagulanzien (NOAK) bieten dabei verschiedene Vorteile gegenüber herkömmlichen „alten“ Substanzen wie Heparin und Vitamin-K-Antagonisten. Ein Nachteil war bislang jedoch die fehlende Verfügbarkeit eines Gegenmittels, wenn es aufgrund überschießender Blutverdünnung unter sogenannten Faktor-Xa-Hemmern zu Blutungen kommt. Ein solches wurde nun entwickelt und zeigte sich in einer Studie hocheffektiv.