Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft


 

Tag gegen den Schlaganfall
Anlässlich des bundesweiten Aktionstags am 10. Mai unterstützen DSG-Experten Vorhaben der Bundesregierung zum Ausbau der Nachsorge

Mai 2022 – Etwa 260.000 Menschen erleiden hierzulande jährlich einen Schlaganfall – für viele bedeutet dieser aufgrund von gravierenden Folgen wie Lähmungserscheinungen oder Sprachstörungen einen drastischen Einschnitt in ihr bisheriges Leben. Deutschland ist in der Akutversorgung mit zahlreichen Stroke Units zwar europaweit ein Vorreiter – in der Nachsorge besteht jedoch Optimierungsbedarf. Darauf machen Experten der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) anlässlich des bundesweiten Aktionstags gegen den Schlaganfall am 10. Mai aufmerksam. Sie fordern eine rasche Umsetzung eines Vorhabens aus dem neuen Koalitionsvertrag, das vorsieht, die Nachsorge in vielen Gesundheitsbereichen zu verbessern. Demnach sollten zukünftig beispielsweise vermehrt Schlaganfall-Lotsen zum Einsatz kommen.

Interdisziplinäre Teams ermöglichen beste Genesungsbedingungen

Februar 2022 – Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen, Sehverlust – die Folgen eines Schlaganfalls können gravierend sein. Um diese für Betroffene möglichst gering zu halten, sollte nach Ansicht der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) ein interdisziplinäres Team aus Pflegekräften, Therapierenden sowie Ärztinnen und Ärzten auf zertifizierten Schlaganfall-einrichtungen - Stroke Units - eng zusammenarbeiten. In einer solchen Umgebung könnten Erkrankte am besten genesen und vor einem erneuten Schlaganfall geschützt werden. Die Fachgesellschaft bietet deshalb qualifizierte Weiterbildungsprogramme für Pflegekräfte auf Stroke Units an und will diese interdisziplinäre Zusammenarbeit zukünftig noch weiter stärken - auch innerhalb der eigenen Reihen.

DSG erläutert medizinischen Zusammenhang und benennt Risiken und Vorsorgemöglichkeiten für „weiblichen Schlaganfall“

Januar 2022 – Frauen sind mit 55 Prozent häufiger von einem Schlaganfall betroffen als Männer – und sie haben mehr Risikofaktoren. Neben den üblichen Risikofaktoren wie Diabetes, Rauchen und Bewegungsmangel, erhöhen auch „typisch weibliche Faktoren“ wie Migräne mit Aura, Komplikationen in der Schwangerschaft, die Einnahme der Antibabypille und eine höhere Lebenserwartung bei ihnen die Gefahr für einen Schlaganfall. Ein gerade im renommierten Journal of the American Heart Association erschienener Artikel besagt aber, dass Frauen, die mindestens einmal in ihrem Leben gestillt haben, ein um zwölf Prozent geringeres Risiko für einen Schlaganfall haben als Frauen, die nie gestillt haben. Die Deutsche Schlaganfall Gesellschaft (DSG) begrüßt die Publikation, die einen Schutzfaktor vor dem „weiblichen Schlaganfall“ herausgearbeitet hat und erläutert weitere Vorsorgemaßnahme für Frauen.

Zu wenig Betten auf Spezialstationen und zu spät eingesetzte Therapien führen zu Problemen in der Schlaganfallbehandlung

Dezember 2021 – Selbst schwer erkrankte Schlaganfall-Patienten können aufgrund der angespannten Situationen in Krankenhäusern momentan manchmal nicht adäquat behandelt werden – so die Einschätzung von Experten der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG). Teilweise werden sogar Betten auf Spezialstationen für Schlaganfälle – Stroke Units – für die Behandlung von COVID-19-Patienten zur Verfügung gestellt. Notwendige Schlaganfall-Therapien – etwa die Thrombektomie und die Lysetherapie – können manchmal nicht schnell genug durchgeführt werden. Die DSG warnt: Bei einem akuten Schlaganfall zählt jede einzelne Minute, denn je eher ein Schlaganfall-Patient behandelt wird, desto besser sind seine Überlebens- und Genesungschancen – also auch die Chance, einen Schlaganfall ohne Folgeschäden wie Behinderungen zu überleben.

DSG-Experten berichten auf ihrer Online-Pressekonferenz am 26. Oktober über erfolgreiche Konzepte

Berlin, Oktober 2021 - Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute bis zum Beginn der Behandlung – dabei kommt der Telemedizin mittlerweile eine zentrale Bedeutung zu. Über hundertmal pro Tag unterstützt ein Neurologe aus einem spezialisierten Schlaganfallzentrum über eine Videoverbindung einen Kollegen aus einer Partnerklinik bei der Diagnose und Behandlung eines Erkrankten. Die Teleneurologie kommt mittlerweile jedem zehnten Schlaganfallpatienten zugute, wie Experten der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) auf ihrer Online-Pressekonferenz am Dienstag, den 26. Oktober 2021 berichten. Mediziner kamen so pro Jahr auf über 35 000 Telekonsile. Die Corona-Pandemie hat der teleneurologischen Versorgung noch einen weiteren Aufschwung gegeben. Das Konzept ist so erfolgreich, weil gerade bei einem Schlaganfall jede Minute Zeitersparnis Leben retten und Behinderungen verhindern oder reduzieren kann. Auf ihrer Online-Pressekonferenz diskutieren die DSG-Experten über die verschiedenen Ansätze der Teleneurologie und deren Finanzierung.

Experten der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) berichten auf ihrer Online-Pressekonferenz am 26. Oktober über die neue Leitlinie

Berlin, September 2021 – Wer nach einem Schlaganfall Störungen in der Aufmerksamkeit, im Bewusstsein oder in der Wahrnehmung hat, leidet möglicherweise unter einem sogenannten Post-Stroke-Delir. Etwa jeder vierte Schlaganfall-Patient bekommt dieses, damit einher geht auch eine fünffach erhöhte Sterblichkeit. Da Forschungen dazu bisher rar sind und es kaum standardisierte Therapien gibt, empfiehlt die neue S2e-Schlaganfall-Leitlinie zur „Akuttherapie des ischämischen Schlaganfalls“ (1) ein gezieltes Screening für Betroffene. Experten der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) schließen sich dieser Empfehlung an – und stellen diese und andere zentrale Inhalte der neuen Leitlinie auf ihrer Online-Pressekonferenz am Dienstag, den 26. Oktober 2021 vor. Die virtuelle Veranstaltung findet anlässlich des Weltschlaganfalltages am 29. Oktober statt.

Schlaganfall-Experten berichten auf ihrer Online-Pressekonferenz am 26. Oktober über Meilensteine ihrer 20-jährigen Aktivitäten

Berlin, September 2021 – In Deutschland erkranken jährlich rund 260.000 Menschen an einem Schlaganfall – oft mit gravierenden Folgen: Der Hirninfarkt ist der häufigste Grund einer im Erwachsenenalter erworbenen Behinderung. Der akute Schlaganfall ist jedoch seit den 1990er-Jahren hierzulande eine erfolgreich behandelbare Krankheit geworden – zum einen durch die Einrichtung von spezialisierten Spezialeinrichtungen, den Stroke Units, und zum anderen durch den Einsatz moderner Therapien wie Thrombolyse oder Thrombektomie. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) hat seit ihrer Gründung vor zwanzig Jahren massiv zu der Errichtung dieser erfolgreichen Schlaganfallversorgung beitragen. Über die Meilensteine ihrer Aktivitäten berichten die Experten der Fachgesellschaft auf ihrer Online-Pressekonferenz am Dienstag, den 26. Oktober anlässlich des Weltschlaganfalltags (29. Oktober). 

Schlaganfall-Organisationen und Patientenfürsprecher wollen möglichst einheitliche Behandlungsstandards in Europa durchsetzen

August 2021 – Mehr als eine Million Schlaganfälle jährlich und 460.000 Sterbefälle – der Hirninfarkt trifft in Europa jedes Jahr sehr viele Menschen. Rund zehn Millionen Europäer leben mit den Folgen eines Schlaganfalls. Um die medizinische Versorgung und das Wohl dieser Patienten zu verbessern, haben die European Stroke Organization (ESO) und die Stroke Alliance for Europe (SAFE) den Stroke Action Plan for Europe in Brüssel ausgerufen. Er beschreibt zentrale Versorgungsziele bis zum Jahr 2030. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft e.V. (DSG) wirkt daran intensiv mit – und macht sich in diesem Kontext für eine Verbesserung der Nachsorge hierzulande stark. In der Akutversorgung nimmt Deutschland bereits europaweit eine Vorreiterrolle ein.