Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft


 

Berlin, Februar 2019 – Blutgerinnungshemmende Therapien sind heute bei der Behandlung und zur Prophylaxe von Thrombosen, Lungenembolien und Schlaganfällen nicht mehr wegzudenken. Sogenannte neue, direkte orale Antikoagulanzien (NOAK) bieten dabei verschiedene Vorteile gegenüber herkömmlichen „alten“ Substanzen wie Heparin und Vitamin-K-Antagonisten. Ein Nachteil war bislang jedoch die fehlende Verfügbarkeit eines Gegenmittels, wenn es aufgrund überschießender Blutverdünnung unter sogenannten Faktor-Xa-Hemmern zu Blutungen kommt. Ein solches wurde nun entwickelt und zeigte sich in einer Studie hocheffektiv.

Berlin, Januar 2019 – Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) schließen sich einer vor kurzem im BMJ publizierten Praxisempfehlung an, nach einem „Mini-Schlaganfall“ (transitorische ischämische Attacke, kurz TIA) oder einem leichten ischämischen Schlaganfall für eine begrenzte Zeit eine Kombinationstherapie mit den zwei Blutplättchenhemmern Aspirin und Clopidrogrel durchzuführen. Derzeitige Praxis ist es, die Patienten nur mit einem Thrombozytenaggregationshemmer – in der Regel mit Aspirin – zu behandeln, um das Risiko eines zweiten Schlaganfalls zu senken. Doch doppelt hält besser, so die einhellige Meinung der Experten. Schließlich kann so die Rate an Schlaganfallrezidiven einschließlich Hirnblutungen im Vergleich zu nur einem Plättchenhemmer deutlich reduziert werden.

Berlin, November 2018 – Wer bereits einen Schlaganfall erlitten hat, besitzt gegenüber Gleichaltrigen ohne Vorbelastung ein viel höheres Risiko, erneut daran zu erkranken. Nach mehreren Hirninfarkten steigt auch die Wahrscheinlichkeit an einer vaskulären, also an einer gefäßbedingten Demenz zu erkranken auf bis zu 40 Prozent an. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) klärt auf, wie beide Krankheiten zusammenhängen – und wie eine Prävention gelingen kann.

Pressekonferenz der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) am 25. Oktober zum Weltschlaganfalltag

Berlin, Oktober 2018 – Ein Schlaganfall kommt oft nicht alleine: Wer bereits einen Hirninfarkt erlitten hat, besitzt gegenüber Gleichaltrigen ohne Vorbelastung ein zehnfach höheres Risiko, erneut daran zu erkranken. Doch einem zweiten Schlaganfall kann effektiv vorgebeugt werden: Laut Experten der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) sind 90 Prozent des Erkrankungsrisikos auf behandelbare Faktoren wie Bluthochdruck, hohes Cholesterin, Vorhofflimmern oder Rauchen zurückzuführen. Sie empfehlen daher eine intensive präventive Behandlung – die aus ihrer Sicht hierzulande momentan zu kurz kommt. Was muss sich konkret ändern, damit mehr erneute Schlaganfälle verhindert werden? Darüber diskutieren Experten der DSG unter anderem auf einer Pressekonferenz in Berlin am Donnerstag, den 25. Oktober 2018, anlässlich des Weltschlaganfalltages am 29. Oktober.

Pressekonferenz der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) am 25. Oktober zum Weltschlaganfalltag

Berlin, Oktober 2018 – Ein Schlaganfall ist immer ein medizinischer Notfall, denn die Überlebenschancen hängen davon ab, wie schnell ein Patient behandelt wird. Die Qualität der Versorgung ist in Deutschland zwar derzeit vorbildlich – doch Experten der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) sehen diese durch ein aktuelles Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) als stark gefährdet an. Demnach müssen schwer betroffene Patienten bereits ab der Entscheidung für einen Transport innerhalb von nur 30 Minuten in ein spezialisiertes Zentrum verlegt werden können. Wenn das nicht eingehalten werden kann, ist die gesonderte Vergütung, die Einrichtungen bisher für die Spezialversorgung erhalten haben, für alle ihre Schlaganfallpatienten nicht mehr gesichert. Welche Auswirkungen hat dieses BSG-Urteil auf die Schlaganfallversorgung in Deutschland? Und was macht das Schlaganfallnetzwerk hierzulande derzeit so besonders? Darüber diskutieren Experten der DSG auf einer Pressekonferenz am Donnerstag, den 25. Oktober anlässlich des Weltschlaganfalltages am 29. Oktober.

Berlin, September 2018 – Etwa 1,5 Millionen Menschen in Deutschland leben mit einem Hirnaneurysma, die meisten von ihnen zeitlebens unerkannt. Allerdings kann ein solches Aneurysma – also eine Gefäßaussackung – auch platzen und dann zu einer lebensbedrohlichen Blutung im Schädel führen. Diese Subarachnoidalblutung ist eine spezielle Form des Schlaganfalls. Um eine solche Blutung zu vermeiden, kann das Aneurysma verschlossen werden. Gängige Verfahren sind die neurochirurgische Operation („Clipping“) oder eine neuroradiologische Katheter-Intervention („Coiling“). Die Frage, ob eine Behandlung erfolgen soll oder nicht, wird vor allem dann schwierig, wenn ein Hirnaneurysma zufällig entdeckt wird – zum Beispiel bei einer Kernspintomografie des Kopfes, die aus einem ganz anderen Grund durchgeführt wird. Hier ist eine individuelle Abwägung des Risikos einer zukünftigen Blutung gegen das Risiko der Behandlung gefragt. Wann sollte das Aneurysma verschlossen und wann kann abgewartet werden? Gibt es eine risikolose Prophylaxe? Darüber diskutieren Experten der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) auf einer Pressekonferenz am Donnerstag, den 25. Oktober 2018 anlässlich des Weltschlaganfalltages am 29. Oktober.

Weltschlaganfalltag: Ist die gute Versorgung in Deutschland gefährdet? ++ Neues zur Sekundärprophylaxe und zu Schlaganfall-Vorboten

Pressekonferenz der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) zum Weltschlaganfalltag

Termin: Donnerstag, den 25. Oktober 2018, 13:00 bis 14:00 Uhr
Ort: Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz, Raum 4
Anschrift: Schiffbauerdamm 40/Ecke Reinhardtstraße 55, 10117 Berlin8

3. September 2018 – Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamine und Mineralien senken nicht das Risiko, an einem Hirninfarkt oder einer Herzkrankheit zu sterben. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Übersichtsstudie mit mehr als zwei Millionen Teilnehmern. Verbraucher sollten ihr Geld deshalb lieber in einen Sportverein investieren und auf eine gesunde Ernährung achten, raten Experten der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG).