Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft


 

Schlaganfall-Experten aus aller Welt tagten in Göteborg

Berlin, Mai 2018 – Die größte internationale Fachtagung zum Thema Schlaganfall ist die jährliche Konferenz der European Stroke Organisation (ESO). Sie fand im Mai 2018 in Göteborg statt. Dieses Jahr wurden unter wesentlicher deutscher Beteiligung wichtige Studien präsentiert, die Eingang in die klinische Praxis finden werden: Die WAKE-UP-Studie eröffnet neue Behandlungsmöglichkeiten für Patienten, die im Schlaf einen Schlaganfall erleiden. „Sie belegt erstmals, dass Patienten auch bei unklarem Zeitpunkt des Schlaganfalls – immerhin circa 15 Prozent aller Schlaganfallpatienten – von einer Thrombolyse profitieren können“, erklärt Professor Dr. med. Armin Grau, 1. Vorsitzender der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG). Die POINT-Studie liefert wichtige Daten, welche Medikamente einen erneuten Schlaganfall nach einem leichten Schlaganfall oder einer kurzen Durchblutungsstörung des Gehirns (TIA) am sichersten verhindern. Die MEGASTROKE-Studie brachte bisher unbekannte genetische Risikofaktoren des Schlaganfalls ans Licht.

Gemeinsame Pressemitteilung der DSG und anderer Fachgesellschaften zum Tag gegen den Schlaganfall 10.05.2018

Fachgesellschaften veröffentlichen Fallzahlen für 2017 – Zahl der eingebenden Zentren steigt

Berlin, im Mai 2018.  Deutschland ist bei der Akutversorgung nach einem ischämischen Schlaganfall hervorragend aufgestellt. „Wir haben hierzulande eine der besten flächendeckenden Versorgungen beim akuten, ischämischen Schlaganfall“, erklärt Professor Dr. Arnd Dörfler (Erlangen), Präsident der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR) anlässlich des Tags gegen den Schlaganfall am kommenden Donnerstag, den 10. Mai 2018. Gemeinsam mit der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) sowie der Deutschen Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und Minimalinvasive Therapie (DeGIR) veröffentlicht die DGNR in diesen Wochen die Behandlungszahlen des DeGIR-/DGNR-Interventionsregisters. Demnach wurde für das Jahr 2017 die interventionelle Behandlung von 10.680 akuten ischämischen Schlaganfällen mittels mechanischer Thrombektomie dokumentiert. „Diese Zahlen belegen einen enormen Zuwachs. 2016 waren es noch 8.852 Eingaben“, sagt Professor Dr. Werner Weber, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Neuroradiologen (BDNR) und einer der wissenschaftlichen Koordinatoren des Datenbankprojekts.

Projekte zur strukturierten ambulanten Nachsorge können Behandlungserfolg verbessern

Berlin, April 2018 – Etwa die Hälfte aller rund 260.000 Patienten, die in Deutschland jährlich einen Schlaganfall erleiden, hat nach dem Hirninfarkt ein bleibendes neurologisches beziehungsweise neuropsychologisches Defizit. Um diese Folgeschäden zu minimieren und um weiteren Komplikationen und Rezidiven vorzubeugen, ist im Anschluss an Akut- und Reha-Behandlung eine umfassende Nachsorge notwendig. Hier gibt es jedoch nach Ansicht von Schlaganfall-Experten Defizite – vor allem weil Regelungen zur Nachsorge fehlen. Eine strukturierte ambulante Nachsorge – bei der die Hausärzte intensiv eingebunden werden – könnte hier für Verbesserungen sorgen. Wie eine gute Nachsorge gelingen kann, war eines der Schwerpunktthemen des 3. Stroke Unit-Betreiber-Treffens der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) Mitte März in Berlin, an dem insgesamt 175 Schlaganfallexperten aus Deutschland teilnahmen.

Berlin, März 2018 – Wenn sich ein Bein gelähmt anfühlt, die Sprache undeutlich wird und ein Mundwinkel herabhängt, ist Schnelligkeit gefragt – denn dann könnte ein Schlaganfall vorliegen. 55 Prozent der Betroffenen sind Frauen. Darauf macht die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) im Vorfeld des Internationalen Frauentags aufmerksam, der am kommenden Donnerstag, den 8. März stattfindet. Bei Frauen können besondere Risikofaktoren bestehen, solche stellen beispielsweise die Antibabypille oder auch die Schwangerschaftserkrankung Präeklampsie dar. Besonders gefährdet sind Frauen mit Diabetes. Experten der DSG empfehlen deshalb allen Frauen, ihre Risikofaktoren zu überprüfen und gezielt vorzubeugen.

Gemeinsame Presseinformation der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)

Früh einsetzende Therapie erhält kognitive Leistungsfähigkeit

30. November 2017 – Menschen mit Vorhofflimmern entwickeln seltener eine Demenz, wenn sie gerinnungshemmende Medikamente einnehmen. Dies zeigt eine schwedische Studie mit fast einer halben Million Patienten. Vorhofflimmern ist eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen – rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland sind davon betroffen. Diese Patienten haben ein erhöhtes Risiko für Schlaganfall oder Demenz. Eine frühzeitige Behandlung mit oralen Antikoagulanzien, wozu beispielsweise in Deutschland das Medikament Marcumar (Wirkstoff: Phenprocoumon) und die neueren, sogenannten NOAKs zählen, senkt nicht nur das Schlaganfallrisiko dieser Patienten, sondern kann auch ihre kognitive Leistungsfähigkeit bewahren und sie vor Demenz schützen, betonen die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN).

Berlin, Oktober 2017 – Laut der aktuellen Gesundheitsberichterstattung des Bundes haben hierzulande rund 1,76 Millionen Erwachsene mindestens einmal in ihrem Leben einen Schlaganfall erlitten1 . In der Akutversorgung nimmt die Bundesrepublik europaweit eine Vorreiterrolle ein – Strukturen für eine gute Nachsorge bestehen bisher jedoch kaum. Anlässlich des Weltschlaganfalltags am 29. Oktober diskutieren Experten der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) deshalb auf einer Pressekonferenz, wie eine hochwertige Nachsorge gestaltet werden sollte. Zudem informieren sie über den Schlaganfall bei jungen Menschen und über wirksame akute Therapiemöglichkeiten. Die Presse-konferenz findet am Mittwoch, den 25. Oktober 2017 in Berlin statt.

DSG-Experten informieren

Berlin, Oktober 2017 – Einen Schlaganfall bekommen nur ältere Menschen – das denken viele. Doch fast jeder fünfte Patient in Deutschland ist jünger als 55 Jahre. Trotz guter Therapiemöglichkeiten bleibt etwa ein Drittel von ihnen dauerhaft arbeitsunfähig. Einschränkungen in der Berufsfähigkeit und Störungen der Familienplanung – ein Schlaganfall ist für jüngere Patienten ein besonders einschneidendes Erlebnis. Nur durch eine schnelle und fachkundige Behandlung können Langzeitfolgen für diese Patienten vermieden werden. Darauf machen Experten der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) im Vorfeld des Weltschlaganfalltages am 29. Oktober aufmerksam. Welche Ursachen und Krankheitsverläufe bei den jüngeren Betroffenen vorliegen und welche Therapiemöglichkeiten es gibt, darüber informieren DSG-Experten auf einer Pressekonferenz am Mittwoch, den 25. Oktober in Berlin.

Mechanische Gerinnselentfernungen

Berlin, Oktober 2017 – Rund 260.000 Menschen erleiden hierzulande jährlich einen Schlaganfall. Bei vielen besonders schwer betroffenen Patienten ist die Methode der mechanischen Thrombektomie (MTE) wirkungsvoll: Hier können große Blutgerinnsel mittels eines Mikrokatheters entfernt werden. Das hoch wirksame Verfahren wird in Deutschland bereits seit vielen Jahren angewendet und stellt seit drei Jahren eine fest etablierte Therapie dar. Deutschland nimmt europaweit eine führende Position ein, denn es wird mittlerweile eine nahezu flächendeckende Versorgung gewährleistet. So sind hierzulande etwa 450 Neuro-Interventionalisten, die auf die Behandlung von Verengungen und Verschlüssen von Blutgefäßen in Gehirn und Rücken spezialisiert sind, an etwa 140 Standorten tätig. Wie eine so exzellente Versorgungsstruktur entstanden ist und wie die Qualität dabei gesichert werden kann, darüber diskutieren Experten der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) auf einer Pressekonferenz am Mittwoch, den 25. Oktober. Anlass ist der Weltschlaganfalltag am 29. Oktober.