Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft


 

DSG-Experten appellieren: Bei Schlaganfallsymptomen sollten sich Patienten umgehend in ärztliche Behandlung begeben

Berlin, Januar 2021 – Während des ersten Corona-Lockdowns im Frühjahr 2020 haben Patienten mit Schlaganfallsymptomen viel seltener ärztliche Hilfe in Anspruch genommen als in normalen Zeiten, das belegen aktuelle Zahlen. Da jedoch auch ein leichter Schlaganfall sofort behandelt werden muss, ist dies im Hinblick auf Langzeitschäden riskant und gefährlich. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) betont deshalb, wie wichtig es ist, sich auch während der aktuellen Lockdown-Phase bei Anzeichen eines Schlaganfalls – auch wenn es sich nur um leichte Symptome handelt – umgehend medizinisch behandeln zu lassen.

DSG-Experten informieren über medizinischen Zusammenhang und geben Empfehlungen zur Prävention

Berlin, November 2020 – Menschen mit einer HIV-Infektion haben ein um rund 50 Prozent höheres Risiko, an einem Schlaganfall zu erkranken wie nicht Infizierte – darauf macht die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) anlässlich des Welt-AIDS-Tages 2020 aufmerksam. Der weltweite Aktionstag, der jedes Jahr am 1. Dezember stattfindet, soll unter anderem auf Präventionsmaßnahmen gegen AIDS und auf die bestmögliche Versorgung von Infizierten hinweisen. Hier ist es laut Experten der DSG wichtig, dass Mediziner auch über den Zusammenhang zwischen HIV und einem deutlich erhöhten Schlaganfallrisiko informiert sind. So sind sie in der Lage, sowohl präventiv tätig zu werden als auch erste Anzeichen rechtzeitig zu deuten und entsprechend handeln zu können.

DSG: Spanische RACECAT-Studie verdeutlicht die Stärke des deutschen Schlaganfallnetzwerks aus regionalen und überregionalen Stroke Units

Berlin, 19. November, 2020 – Bei Patienten mit einem schweren Schlaganfall zählt jede Minute bis zum Behandlungsbeginn, doch wo sollen sie behandelt werden – auf einer regionalen Schlaganfallstation oder auf einer weiter entfernt gelegenen spezialisierteren, überregionalen Stroke Unit? Der Transport in eine nahegelegene Stroke Unit hat den Vorteil des minimalen Zeitverlusts bis zum Beginn einer medikamentösen Therapie (Thrombolyse). Die Entscheidung für eine Behandlung auf einer spezialisierten, überregionalen Stroke Unit hingegen hat - trotz längerer Transportzeit - den Vorteil, dass gegebenenfalls umgehend eine zusätzliche mechanische Gefäß-Wiedereröffnung (Thrombektomie) mittels Katheter erfolgen kann, ohne den Patienten erneut verlegen zu müssen. Welche Variante sollte bevorzugt werden? Mit dieser Frage haben sich spanische Neurologen in der sogenannten „RACECAT-Studie“ befasst und Behandlungsergebnisse in beiden Patientengruppen miteinander verglichen. Die Studie hat gezeigt, dass sich die Behandlungsergebnisse nicht viel voneinander unterscheiden, wie Experten der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) berichten.

Berlin, Oktober 2020 – Die Bedeutung der Telemedizin ist in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen – und hat aufgrund der COVID-19 Pandemie nun noch einen weiteren Schub nach vorne erfahren. Auch bei der Behandlung von Schlaganfallpatienten ist die Telemedizin von großer Relevanz: So gibt es in Deutschland in diesem Bereich mittlerweile über 20 telemedizinische Netzwerke, in ihnen sind insgesamt über 200 neurologische Kliniken miteinander verbunden. Warum sich dadurch die Akutbehandlung von Schlaganfallpatienten verbessern lässt, erläutern Experten der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) auf einer Online-Pressekonferenz, die am Montag, den 26. Oktober stattfindet. Anlass ist der diesjährige Weltschlaganfalltag (29. Oktober). Einen besonderen Fokus legen sie bei der Diskussion auf die telemedizinische Schlaganfallversorgung in ländlichen Regionen – hier beleuchten sie sowohl Chancen als auch Grenzen. Medienvertreter können sich für die virtuelle Veranstaltung unter https://attendee.gotowebinar.com/register/4899955286860461583 anmelden.

Online-Pressekonferenz der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) am 26. Oktober zum Weltschlaganfalltag 2020

Berlin, September 2020 – Wer an dem Coronavirus erkrankt, hat infolgedessen oft ein erhöhtes Schlaganfallrisiko – das zeigen aktuelle, wissenschaftliche Erkenntnisse. Besonders hoch ist das Risiko für schwererkrankte, intensivpflichtige Patienten. Über den medizinischen Zusammenhang zwischen einer SARS-CoV2-Virusinfektion und einem Hirninfarkt informieren Experten der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) auf einer Online-Pressekonferenz, die am Montag, den 26. Oktober von 11 bis 12 Uhr stattfindet. Anlass ist der Weltschlaganfalltag (29. Oktober). Auch die Schlaganfallversorgung während der Corona-Pandemie ist Thema der virtuellen Veranstaltung. Medienvertreter können sich dafür bereits jetzt unter https://attendee.gotowebinar.com/register/4899955286860461583 anmelden.

Online-Pressekonferenz der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) am 26. Oktober zum Weltschlaganfalltag

 Berlin, September 2020 – Ob COVID-19 oder Influenzagrippe – viele Infektionskrankheiten erhöhen das Risiko für schwerwiegende Erkrankungen des Gefäßsystems wie für einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt. Laut einer Metaanalyse, in die Ergebnisse aus zwölf klinischen Studien eingeflossen sind, ist das Risiko an einem ischämischen Schlaganfall zu erkranken einen Monat nach akuten Infektionen um mehr als das Doppelte erhöht. Doch warum können Grippeviren und andere Erreger Gefäßverschlüsse verursachen? Und warum empfehlen Mediziner die Influenzaimpfung als Prävention? Antworten auf diese Fragen geben Experten der DSG auf einer Online-Pressekonferenz am Montag, den 26. Oktober, die anlässlich des Weltschlaganfalltages (29. Oktober) stattfindet. Medienvertreter können sich dafür bereits jetzt unter https://attendee.gotowebinar.com/register/4899955286860461583 anmelden.

25. August 2020 – Vollkornprodukte, Obst und Gemüse, Nüsse und Samen, Käse und Molkereiprodukte schützen vor Hirninfarkten, der Verzehr von rotem und verarbeitetem Fleisch hingegen erhöht (möglicherweise) das Risiko. Und: Ein hoher Ei-Konsum kann das Risiko für Hirnblutungen begünstigen – so lassen sich die Ergebnisse der Auswertung einer großen europäischen Kohortenstudie zusammenfassen [1]. Wahrscheinlich ist, dass diese Effekte blutdruck- und blutfettvermittelt sind. Die Frage, ob die Ernährung auch noch einen bedeutsamen Einfluss hat, wenn Blutdruck und Blutfette medikamentös kontrolliert werden, kann diese Studie allerdings nicht beantworten.