Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft

 

Stellungnahme intrakanielle Stents

Gemeinsame Stellungnahme vom 10. Oktober 2014
des Berufsverbands Deutscher Neuroradiologen (BDNR),
der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR),
der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und
der Deutschen Schlaganfall‐Gesellschaft (DSG)

Nutzenbewertung von Stents zur Behandlung symptomatischer intrakranieller Stenosen

Kommentar zum Rapid Report des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) durch BDNR, DGNR, DGN und DSG

Jens Fiehler1, Ansgar Berlis2, Martin Grond3, Michael Knauth4, Gerhard Hamann5, Wiebke Kurre6

1 ‐ Klinik und Poliklinik für Neuroradiologische Diagnostik und Intervention, Universitätsklinikum Hamburg‐ Eppendorf, Martinistraße 52, 20246 Hamburg, 2 ‐ Klinik für Diagnostische Radiologie und Neuroradiologie Klinik für Diagnostische Radiologie und Neuroradiologie, Klinikum Augsburg, Stenglinstraße 2, 86156 Augsburg, 3 ‐ Kreisklinikum Siegen Haus Hüttental Klinik für Neurologie, Weidenauer Straße 76, 57076 Siegen, 4 ‐ Institut für diagnostische und interventionelle Neuroradiologie, Universitätsmedizin Göttingen, Georg‐August‐Universität, Robert‐Koch‐Straße 40, 37075 Göttingen, 5 – Klinik für Neurologie und Neurologische Rehabilitation, Ludwig‐ Heilmeyer‐Straße 2, 89312 Günzburg, 6 ‐ Klinik für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie, Klinikum Stuttgart, Kriegsbergstraße 60, 70174 Stuttgart

Mit dem 09.10.2014 hat das IQWiG eine Nutzenbewertung von Stents zur Behandlung symptomatischer intrakranieller Stenosen veröffentlicht. Auslöser für die Erstellung des Gutachtens war ein Antrag des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) an den Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) zur Überprüfung dieser Behandlungsmethode auf der Grundlage des §137c SGB V. Ergeben sich Hinweise auf einen unzureichenden Nutzen, eine Schädlichkeit oder Unwirksamkeit, so dürfte diese Behandlung künftig nicht mehr zulasten der Krankenkassen erbracht werden. Es geht folglich um eine Entscheidung mit hoher Tragweite, die einschneidende Folgen für den Gesundheitszustand betroffener Patienten haben kann. Die medizinisch‐wissenschaftlichen Fachgesellschaften BDNR, DGNR, DGN und DSG nehmen hierzu gemeinsam wie folgt Stellung:

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Stellungnahme der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG), der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR) und des Berufsverbands Deutscher Neuroradiologen e. V. (BDNR)

Thrombektomie vs. Thrombolyse: Mehrere neue Studien, aber noch kaum Evidenz

Bisherige Studien zur endovaskulären Schlaganfall-Therapie zeigen keine Überlegenheit zur systemischen Thrombolyse beim akuten Schlaganfall – Randomisierte Studien zur Behandlung des akuten Schlaganfalls mit modernen Thrombektomie-Systemen dringend erforderlich.

Berlin, 21. Februar 2013 – Die Therapie der Wahl bei einem akuten ischämischen Schlaganfall ist die intravenöse Thrombolyse mit rt-PA (rekombinanter Tissue Plasminogen Activator, Alteplase) innerhalb des 4,5h-Zeitfensters. Bei größeren Thromben in der distalen A. carotis interna oder im M1- oder M2-Segment der A. cerebri media kommen verschiedene Katheter-Systeme zum Einsatz, mit denen der Thrombus entfernt wird. Drei aktuelle Studien zeigen zwar, dass die endovaskuläre Behandlung im Vergleich zur intravenösen Thrombolyse keine Vorteile erbrachte. Doch in diesen Studien wurden veraltete Thrombektomie-Systeme eingesetzt, die den neuen Stent-Retrievern nach den Ergebnissen von randomisierten Studien unterlegen sind.

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Gemeinsame Stellungnahme der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)

Kritischer Kommentar zu den „Empfehlungen zum Einsatz der neuen Antikoagulantien Dabigatran (Pradaxa®) und Rivaroxaban (Xarelto®)" der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ)

(18. Januar 2013) Die AkdÄ hat im September 2012 die „Empfehlungen zum Einsatz der neuen Antikoagulantien Dabigatran (Pradaxa®) und Rivaroxaban (Xarelto®)" zur oralen Antikoagulation bei nicht valvulärem Vorhofflimmern (VHF) herausgegeben. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) sind in Teilen nicht mit den Beurteilungen durch die AkdÄ einverstanden und kommentieren diese Empfehlungen im Folgenden kritisch.

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Gemeinsame Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft

Eigene "Unit" für Patienten mit transitorischen ischämischen Attacken (TIAs) macht keinen Sinn – in den bestehenden Stroke Units sind TIA-Patienten optimal versorgt

(16. Juli 2009) Anfang des Monats wurde erstmals in Hamburg eine sogenannte TIA-Unit eröffnet. Diese besondere Einheit als Teil einer Stroke Unit soll ausschließlich Patienten behandeln, die eine transitorische ischämische Attacke (TIA) erlitten haben.

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Die Telemedizin wird ihren Platz haben – aber nicht in der Regelversorgung des Schlaganfalls

Deutsche Gesellschaft für Neurologie bezieht in Berlin Stellung: Telekonsile können ergänzend helfen, aber Stroke Units nicht ersetzen.

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Stellungnahme des Vorstandes der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der DRG-Kommission der Deutschen Gesellschaft für Neurologie zum OPS 8-981

vom 3. November 2009

Die Leistungskriterien des OPS 8-981 (Neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls) waren in früheren Fassungen in einigen Abschnitten unscharf gefasst, sodass es hier zu Meinungsunterschieden in der Interpretation und zu Kodierfehlern kommen konnte.

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