Mehr Praxis, mehr Austausch, mehr Impulse: Pflege gestaltet den DSG26 aktiv mit

(21.07.2026) Eine Stroke Unit schläft nie. Rund um die Uhr beobachten Pflegefachpersonen die Patienten mit akutem Schlaganfall sorgfältig, koordinieren Abläufe, begleiten Angehörige und halten das Behandlungsteam zusammen. Vieles davon geschieht leise – und oft ganz selbstverständlich. Genau diese Rolle rückt der 2. Deutsche Schlaganfallkongress (DSG26) vom 10. bis 12. September 2026 in Berlin in diesem Jahr noch stärker in den Mittelpunkt. „Der Kongress bietet die Möglichkeit, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und neue Ideen für die tägliche Arbeit mitzunehmen“, erklärt Sabrina Geiermann, Kongresssekretärin Pflege des DSG26. „Genau diese Impulse wirken weit über die drei Kongresstage hinaus.“

Erstmals wirkt mit Sabrina Geiermann, B.A., eine Vertreterin der Pflege als Kongresssekretärin an der inhaltlichen Gestaltung des Deutschen Schlaganfallkongresses mit. Sie ist als Stationsleitung der Stroke Unit am Universitätsklinikum Essen tätig und Leiterin des dort angesiedelten Qualifikationskurses zur Stroke Nurse. Gemeinsam mit Kongresspräsident Prof. Martin Köhrmann und Kongresssekretär Prof. Benedikt Frank hat sie das wissenschaftliche Programm weiterentwickelt. Sichtbar wird das in einem deutlich erweiterten Angebot für Pflegefachpersonen – mit wissenschaftlichen Symposien, praxisnahen Workshops und zahlreichen Gelegenheiten zum fachlichen Austausch.

Impulse für die Stroke Unit – von der Praxis für die Praxis

Wie unmittelbar sich die Inhalte in den Berufsalltag übertragen lassen, zeigt bereits ein Blick ins Kongressprogramm. So widmet sich der Workshop „Team is brain“ der interprofessionellen Zusammenarbeit auf der Stroke Unit und der Frage, wie Pflegefachpersonen ihre Schlüsselrolle im Behandlungsteam noch besser wahrnehmen können. In den drei Workshops zur Lagerung in Neutralstellung (LiN) stehen praktische Positionierungstechniken für neurologisch betroffene Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt – von der Rückenlage bis zum stabilen Sitz im Bett. Weitere Veranstaltungen beschäftigen sich unter anderem mit der delirsensiblen Stroke Unit, aktuellen Entwicklungen in der Schlaganfallpflege sowie ethischen Fragestellungen im klinischen Alltag.

„Wir haben ein Programm entwickelt, das wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Anwendung eng miteinander verbindet“, so Sabrina Geiermann. „Die Teilnehmenden sollen Ideen mitnehmen, die sie bereits am nächsten Arbeitstag auf ihrer Stroke Unit einsetzen können.“

Die pflegespezifischen Angebote werden auf dem DSG26 erstmals stärker gebündelt und dadurch leichter auffindbar. Gleichzeitig bleiben sie fester Bestandteil des interprofessionellen Kongresskonzepts der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG), das den fachlichen Austausch zwischen Medizin, Pflege und weiteren Berufsgruppen gezielt fördert.

Vernetzung, die über den Kongress hinaus wirkt

Neben der fachlichen Fortbildung bietet der DSG26 vor allem Raum für Begegnungen. Pflegefachpersonen aus Stroke Units in ganz Deutschland können Erfahrungen austauschen, erfolgreiche Konzepte kennenlernen und neue Netzwerke aufbauen.

„Auf dem Kongress kann man die Expertinnen und Experten, deren Namen einem sonst häufig nur aus Publikationen bekannt sind, tatsächlich kennenlernen“, ist Kongresssekretärin Sabrina Geiermann überzeugt. „Gerade dieser persönliche Austausch eröffnet neue Perspektiven – und davon profitieren am Ende vor allem unsere Patientinnen und Patienten.“

Weitere Informationen unter www.dsg-info.de/kongress

Die Angesprochenen Kurse in der Übersicht:

Foto: andrezelck.com

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