Erste Frau an der Spitze der DSG: Professorin Waltraud Pfeilschifter skizziert ihre Agenda für eine starke Schlaganfall-Versorgung in Deutschland

Prof. Waltraud Pfeilschifter(01. Januar 2026) Mit dem Jahreswechsel übernimmt Prof. Waltraud Pfeilschifter, Chefärztin der Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie am Klinikum Lüneburg, die Präsidentschaft der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft – und damit die Verantwortung für rund 1.100 Mitglieder aus Medizin, Pflege, Therapie und Wissenschaft.

Neu im DSG-Vorstand: Professor Karl Georg Häusler wird 3. Vorsitzender

Prof. Karl Georg Häusler(01. Januar 2026) Universitätsprofessor Karl Georg Häusler ist neuer 3. Vorsitzender der Deutschen Schlaganfallgesellschaft (DSG). Damit übernimmt der Ärztliche Direktor der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Ulm für die nächsten zwei Jahre das Amt des stellvertretenden Präsidenten, bis er satzungsgemäß am 1. Januar 2028 dann der Fachgesellschaft vorsteht.

Ausblick und Rückblick auf zwei erfolgreiche Jahre der DSG

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Stefan Schwab Liebe Kolleginnen und Kollegen,

zwei Jahre im Amt des 1. Vorsitzenden der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft liegen hinter mir. Zwei Jahre, in denen sich viel verändert hat und wir viel bewegen konnten. Und da Zahlen dabei oft mehr als viele Worte erzählen, habe ich einige wenige zusammengestellt.

Procedere bei Schlaganfallsymptomen unter Therapie einer Alzheimer Erkrankung mit Anti-Amyloid-Antikörpern

Gemeinsame Stellungnahme der ÖGSF, DGN und der DSG

(17.12.2025) Die Behandlung einer Alzheimer Erkrankung mit Anti-Amyloid-Antikörpern wie Lecanemab oder Donanemab erhöht wahrscheinlich das Risiko für intrakranielle Blutungskomplikationen in Zusammenhang mit gerinnungshemmenden Therapien, nicht nur im Rahmen von „Amyloid-Related Imaging Abnormalities“ (ARIA; aus Erfahrungen mit oraler Antikoagulation).

Stellungnahme (PDF)

Stellungnahme der DSG zur CREST-2 Studie

Am 21.11.2025 wurden die seit vielen Jahren erwarteten Ergebnisse der CREST-2-Studie im New England Journal of Medicine veröffentlicht.

Dabei handelte es sich im Kern um zwei parallellaufende Studien, die bei Patienten > 35 J. mit mind. 70%iger (NASCET) asymptomatischer (keine stenoseassoziiertes cerebrovaskuläres Ereignis in den letzten 180 Tagen) arteriosklerotischer Carotis-Stenose die Effektivität eine primärpräventiven Carotisrekonstruktion untersuchten.

Stellungnahme (PDF)

Jetzt Plätze sichern für DSG Stroke Unit Winter School

(12.11.2025) Am 7. Februar 2026 ist es wieder so weit: Die DSG Stroke Unit Winter School öffnet ihre Pforten, dieses Mal in Dortmund. Von 8.30 bis 14 Uhr ist das kompakte Programm in die Themenblöcke Tracheostomie und Dysphagie, Advanced Nursing Practice sowie Diversity und Kommunikation gegliedert. „Wir möchten vor allen Dingen Pflegefachpersonen, Therapeutinnen und Therapeuten sowie junge Ärztinnen und Ärzte der Stroke Units erreichen“, erklärt das Orga-Team, bestehend aus Prof. Waltraud Pfeilschifter, PD Dr. Sriramya Lapa und Jan Röttgers (M.Sc.). „Die Winter School, die in die ANIM26 integriert ist, eignet sich zudem auch hervorragend als Stroke-Nurse-Refresher-Kurs!“

Prävention in Großstädten gefordert: Hohe Feinstaubbelastung kann Schlaganfall begünstigen

(29.10.2025) Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) appelliert am Welt-Schlaganfalltag an deutsche Großstädte, weitere Maßnahmen gegen die Belastung der Bevölkerung durch Feinstaubbelastung zu ergreifen. „Internationale wie nationale Studien zeigen, dass Umweltfaktoren wie Feinstaub ein Risiko für das Erleiden eines Schlaganfalls darstellen“, erklärt Professor Stefan Schwab, 1. Vorsitzender der DSG und Direktor der Neurologischen Klinik am Universitätsklinikum Erlangen. In einer alternden Gesellschaft gelte es deshalb, auch präventiv die Luftqualität zu verbessern, um der Volkskrankheit entgegenzuwirken. In Deutschland erleiden jährlich rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Als persönliche Hauptrisikofaktoren gelten Übergewicht, Rauchen und Bewegungsmangel.

Zahl der versorgten Schlaganfall-Patienten in Neurovaskulären Netzwerken um rund ein Drittel gestiegen

(23.10.2025) Gute Nachrichten: In Deutschland werden immer mehr Patientinnen und Patienten mit Schlaganfällen in einem für sie vorgesehenen Neurovaskulären Netzwerk (NVN) behandelt, etwa 120.000 der geschätzt 250.000 bis 260.000 Betroffenen – rund ein Drittel mehr als bei der letzten Erhebung vor fünf Jahren. Das zeigt ein aktuelles Studien-Update, das im Rahmen des 1. Deutschen Schlaganfallkongresses im September vorgestellt wurde. Das Paper hierzu ist open access in der Zeitschrift Neurological Research and Practice von Springer Nature erschienen.