Point-of-Care-Ultraschall: Schnelle Diagnostik direkt am Patientenbett

Dr. Felipe Montellano(11.06.2026) Wenn auf der Stroke Unit plötzlich Atemnot auftritt, ein Zugang bei schwierigem Venenstatus dringend benötigt wird oder sich der Zustand eines Schlaganfall-Patienten unerwartet verschlechtert, sind schnelle Entscheidungen gefragt. Ein Ultraschall der Hirn- und Halsgefäße, der zum Standard in der neurologischen Weiterbildung gehört, reicht hier manchmal nicht aus. So kann der Point-of-Care-Ultraschall (POCUS) als sehr präzises Diagnosetool ergänzend wertvolle Hinweise liefern – direkt am Patientenbett und innerhalb weniger Minuten.
Wie sich diese Methode gezielt in der neurologischen Akutversorgung einsetzen lässt, vermittelt der neue Hands-on-Workshop unter der Leitung von Dr. Felipe Montellano aus der Universitätsmedizin Würzburg auf dem 2. Deutschen Schlaganfallkongress, dem DSG26, Mitte September in Berlin.

Crew Resource Management: Bessere Teamkommunikation kann Schlaganfallversorgung stärken

Prof. Dr. Waltrauf Pfeilschifter und Sascha Langewand(27.05.2026) Gute Schlaganfallmedizin hängt nicht nur von moderner Diagnostik und Therapie ab, sondern auch davon, wie das Team im Klinikalltag zusammenarbeitet. Crew Resource Management (CRM), lautet das Stichwort. Wie gute Kommunikation, klare Abläufe und regelmäßige Teamtrainings dabei helfen können, Fehler zu vermeiden und die Versorgung von Patienten zu verbessern, ist deshalb eines der Schwerpunktthemen auf dem Deutschen Schlaganfallkongress DSG26, der vom 10. bis 13. September in Berlin stattfindet. „Simulationen schaffen Aufmerksamkeit für Abläufe und Schwachstellen – und zwar bevor im echten Notfall Probleme entstehen“, ist DSG-Präsidentin Prof. Waltraud Pfeilschifter, die einen Teil des Symposiums moderiert, überzeugt. Gemäß des interdisziplinären und multiprofessionellen Teamgedankens ist zudem der ehemalige Notfallsanitäter und jetzige Kommunikations- und Organisationspsychologe Sascha Langewand vom Institut für Patientensicherheit und Teamtraining (InPASS) als wissenschaftlicher Leiter mit an Bord.

Anmeldestart der Fortbildung Regiba des DNVF

(19.05.2026) Die Anmeldung für den neuen Durchgang der Fortbildung „Registerbasierte Forschung (Regiba)“ des Deutschen Netzwerks Versorgungsforschung (DNVF) ist ab sofort geöffnet.

Zum Tag gegen den Schlaganfall: „Es beginnt oft leise – und plötzlich ist nichts mehr wie zuvor!“

Prof. Dr. Waltrauf Pfeilschifter(08.05.2026) Ein Schlaganfall kündigt sich selten dramatisch an. Oft beginnt er mit scheinbar harmlosen Symptomen: ein stockender Satz, plötzlicher Schwindel, ein Arm, der sich fremd anfühlt. Doch innerhalb weniger Minuten kann sich ein Leben verändern. Rund 270.000 Menschen erleiden in Deutschland jedes Jahr einen Schlaganfall. Was sind Warnzeichen? Warum zählt jede Minute? Und wie viel Prävention liegt tatsächlich in unserer Hand? Darüber spricht Prof. Dr. Waltraud Pfeilschifter, Vorsitzende der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft, zum Tag gegen den Schlaganfall am 10. Mai.

Fortbildung auf Abruf: Sechs JDSG-Webinare on demand verfügbar

JDSG-Webinare(14.04.2026) Bereits sechs Webinare rund um aktuelle Themen auf der Stroke Unit stehen im Online-Archiv der Jungen DSG zur Verfügung. Die Video-Beiträge sind jederzeit und für alle Interessierten auf der Website abrufbar – von A wie „Aktuelle Empfehlungen zur Thrombektomie“, über M wie „Mikroangiopathie“ bis hin zu V wie „Vorhofohrverschluss nach Schlaganfall“.

Procedere bei Schlaganfallsymptomen unter Therapie einer Alzheimer Erkrankung mit Anti-Amyloid-Antikörpern

Gemeinsame Stellungnahme der ÖGSF, DGN und der DSG

(17.12.2025) Die Behandlung einer Alzheimer Erkrankung mit Anti-Amyloid-Antikörpern wie Lecanemab oder Donanemab erhöht wahrscheinlich das Risiko für intrakranielle Blutungskomplikationen in Zusammenhang mit gerinnungshemmenden Therapien, nicht nur im Rahmen von „Amyloid-Related Imaging Abnormalities“ (ARIA; aus Erfahrungen mit oraler Antikoagulation).

Stellungnahme (PDF)

Stellungnahme der DSG zur CREST-2 Studie

Am 21.11.2025 wurden die seit vielen Jahren erwarteten Ergebnisse der CREST-2-Studie im New England Journal of Medicine veröffentlicht.

Dabei handelte es sich im Kern um zwei parallellaufende Studien, die bei Patienten > 35 J. mit mind. 70%iger (NASCET) asymptomatischer (keine stenoseassoziiertes cerebrovaskuläres Ereignis in den letzten 180 Tagen) arteriosklerotischer Carotis-Stenose die Effektivität eine primärpräventiven Carotisrekonstruktion untersuchten.

Stellungnahme (PDF)

Analyse der Schlaganfall­behandlung in Deutschland von 2014 bis Ende 2024