Der aktuelle Entwurf des KHVVG gefährdet die akute Schlaganfallversorgung vor allem in ländlichen Regionen!

(03.07.2024) In dem am 15.05.2024 vom Kabinett der Bundesregierung beschlossenen Entwurf für das KHVVG wird die Schlaganfallversorgung in teleneurologisch unterstützten Schlaganfalleinheiten (Stroke Units) nicht berücksichtigt, obwohl dies noch im Referentenentwurf vom 13.03.2024 analog dem Krankenhausplan Nordrhein-Westfalen 2022 der Fall war. Entsprechend befürchten wir, DGN und DSG, dass die Länder keine flächendeckende und qualitativ hochwertige Versorgung der Schlaganfallpatienten im ländlichen Raum mehr sicherstellen können. So fordern wir hier unbedingt eine Nachbesserung des derzeitigen Referentenentwurfes!

NIH-Schlaganfall-Skala: DSG veröffentlicht deutschsprachige Schulungsplattform

(01.07.2024) Eine deutschsprachige Schulung zur Anwendung der National Institute of Health Stroke Scale (NIHSS), unbürokratisch und kostenfrei zugänglich sowie gleichermaßen für Ärzte wie auch Pflegekräfte konzipiert – die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) stellt stolz ihre neue Schulungsplattform vor. Diese ist seit dem ersten Juli unter www.dsg-nihss.de erreichbar. „Damit ist ein neues Kapitel in der Schlaganfall-Versorgung in Deutschland aufgeschlagen“, ist Professor Darius Nabavi, 2. Vorsitzender der DSG, überzeugt. Denn die DSG hat nach dem Vorbild der amerikanischen Kollegen die Online-Schulung weiterentwickelt. Auch vergibt die DSG für jeden angemeldete Teilnehmer am Ende ein eigenes Zertifikat.

Stellungnahme der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft zu den Ergebnissen der ANNEXA-I Studie

(28.06.2024) Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) nimmt im folgenden Stellung zu den Ergebnissen der ANNEXA-I Studie (Andexanet for Factor Xa Inhibitor–Associated Acute Intracerebral Hemorrhage), die am 15.05.2024 im NEJM veröffentlicht worden ist 1. Zuvor waren die Ergebnisse bereits am 10.10.2024 auf der World Stroke Conference (WSC) in Toronto präsentiert worden.

Reform der Notfallversorgung: „Nachbesserungen am Gesetzesentwurf sind unbedingt erforderlich“

(28.06.2024) Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) legen in einer umfassenden Stellungnahme ihre Kritikpunkte am Referentenentwurf des Gesetzes zur Reform der Notfallversorgung (Fassung vom 03.06.2024) dar. Die Fachgesellschaften befürchten, dass die nun vorgelegten Vorschläge zur dringend benötigten Reform der Notfallversorgung wesentliche Ziele verfehlen und so die Chance für eine erhebliche Verbesserung der neurologischen Notfallversorgung, insbesondere der Schlaganfallversorgung, nicht genutzt wird. Der Gesetzesentwurf müsse daher dringend nachgebessert werden, um bereits bestehenden Versorgungsengpässen und Qualitätseinbußen entgegenzuwirken und mögliche neue Fehlentwicklungen zu vermeiden.

Hentschel-Preis 2024 „Kampf dem Schlaganfall“

Die Hentschel-Stiftung mit Sitz in Würzburg fördert die Schlaganfallforschung, um die Behandlung der Betroffenen zu verbessern.
Bewerbungsfrist 31.08.2024

Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft: Immer bessere Behandlungs­­möglichkeiten für Patienten

(09.05.2024) Gute Nachrichten: Die Möglichkeiten zur Therapie und Prophylaxe nach einem Gefäßverschluss im Gehirn oder einer Hirnblutung – beides mögliche Auslöser für einen Schlaganfall – sind besser denn je. „Für die Patienten, die wir wegen eines Gefäßverschlusses behandeln müssen, hat sich das Zeitfenster für eine Therapie in den letzten Jahren deutlich erweitert. Zudem stehen neue Medikamente zur Verfügung, die sicherer und unkomplizierter verabreicht werden können. Ein enormer Vorteil!“, erklärt der 1. Vorsitzende der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG), Professor Stefan Schwab, anlässlich des Tages gegen den Schlaganfall morgen am 10. Mai. Besonders aber betont der Direktor der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen, hätten Neurologen und Neurochirurgen seit März endlich für die Patienten, bei denen eine Hirnblutung die Ursache das Schlaganfalls darstellt, den wissenschaftlichen Beweis vorliegen, dass diese in ausgewählten Fällen von einer OP profitieren können. „Es hat sich extrem viel getan in den letzten Monaten!“

Stroke Summer School 2024

04. – 06.09.2024
Leipzig

Zulassung von Tenecteplase: DSG bezieht Stellung

(28.02.2024) Nach der erfolgreichen Zulassungserweiterung von Tenecteplase (TNK) zur systemischen Thrombolysetherapie auch für Patientinnen und Patienten mit akutem Hirninfarkt, hat die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) eine dezidierte Stellungnahme zu den Vor- und Nachteilen des neuen Thrombolytikums veröffentlicht. Bislang war der Wirkstoff als Alternative zu Alteplase (ALT) in Europa nur zur Behandlung des akuten Myokardinfarktes zugelassen. „Tenecteplase (0,25mg/kg) kommt unserer Auffassung nach weiterhin als Alternative zur systemischen Thrombolyse bei Schlaganfallpatienten im 4,5-Stunden-Zeitfenster in Betracht, insbesondere wenn auch eine endovaskuläre Schlaganfalltherapie geplant ist“, bestätigt jetzt der erste Vorsitzende, Professor Stefan Schwab, Direktor der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen. Somit bleibt die Fachgesellschaft auch nach der Sichtung neuer Daten bei ihrer bereits 2022 formulierten Empfehlung. Tenecteplase habe in der Anwendung logistische Vorteile, aber die erhebliche Preissteigerung erschwere die Akzeptanz, formuliert es die DSG.